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Analyse: Lage in der Landwirtschaft

[ohne Datum]
Zur Lage in der Landwirtschaft [Analyse Nr. 10/55]

1. LPG

Der größte Teil der LPG hat alle Anstrengungen unternommen, um die diesjährige Ernte verlustlos einzubringen und die Verpflichtungen dem Staat gegenüber zu erfüllen.

Die Lage in den LPG ist verschieden. In den LPG, wo ein guter Vorstand und eine gute Arbeitsorganisation bestehen, sind auch Erfolge zu verzeichnen.

Es kann gesagt werden, dass in allen Bezirken die wirtschaftliche Festigung der LPG nur langsam vorangegangen ist.

Die Ursache dafür liegt zum größten Teil in der schlechten Arbeitsorganisation und zum anderen in dem Mangel an Arbeitskräften, vor allem Facharbeiter. Durch die Umwandlung der ÖLB1 in LPG haben diese zwar eine größere Hektarzahl Land erhalten, aber die Mitgliederzahl der LPG hat sich fast gar nicht vergrößert. Dies wirkt sich natürlich auf die weitere Entwicklung hemmend aus.

Zum Beispiel hat im Kreis Seelow, [Bezirk] Frankfurt/Oder, ein Genossenschaftsbauer 17 ha Land zu bearbeiten.

Ähnlich sieht es teilweise in den Bezirken Cottbus, Suhl, Leipzig, Schwerin, Neubrandenburg, Rostock, Frankfurt/Oder aus.

In einer Reihe LPG im Bezirk Schwerin und Karl-Marx-Stadt gibt es LPG-Vorsitzende, die nicht immer die Voraussetzungen für die Leitung eines landwirtschaftlichen Betriebes besitzen. Dies trägt auch mit dazu bei, dass die Arbeit innerhalb der LPG nicht vorwärts geht.

Auch hat die Arbeitsmoral in den LPG sehr nachgelassen.

Meistens ist der Grund darin zu suchen, dass ein großer Teil der LPG-Bauern den Sinn und die Bedeutung der genossenschaftlichen Arbeit noch nicht erkannt haben, weil man ihnen beim Eintritt in die LPG nur die Vorteile aufgezeigt hat.

In den Bezirken Cottbus und Karl-Marx-Stadt, hauptsächlich aber im Bezirk Karl-Marx-Stadt, setzt sich die Einhaltung des Acht-Stunden-Tages immer mehr durch. Dies ist eine charakteristische Erscheinung während des Einsatzes der Erntebrigaden.

Die Folge ist dann, dass die Felder verunkrauten und von den Feldern der werktätigen Einzelbauern ganz deutlich zu unterscheiden sind.

Zum Beispiel stehen in der LPG Ernst Thälmann2 große Rübenfelder voller Unkraut.

Die meisten Diskussionen gibt es in den LPG über die unterschiedliche Auszahlung der Arbeitseinheiten.3

In den Bezirken Suhl, Magdeburg, Neubrandenburg, Frankfurt/Oder und Schwerin gibt es Unzufriedenheit, weil die Arbeitseinheiten in fast allen LPG unterschiedlich sind.

Im Bezirk Magdeburg liegt der Wert einer Arbeitseinheit weit unter 6,00 DM.

Zum Beispiel sind in der LPG Plötz, Kreis Zerbst, die Arbeitseinheiten mit 8,50 DM geplant. Eine Überprüfung ergab, dass zur Auszahlung nur DM 2,12 pro Arbeitseinheit erfolgen dürfen.

Die Mitglieder dieser LPG sind damit nicht einverstanden und wollen bei Senkung der Arbeitseinheiten ihre Arbeit in der LPG niederlegen, um wieder Arbeit bei den Großbauern4 aufzunehmen, weil sie dort angeblich besser bezahlt werden.

Im Bezirk Neubrandenburg werden die Arbeitseinheiten in einigen LPG nur mit 1,50 bzw. 1,60 DM bezahlt. Ähnliche Beispiele gibt es auch im Bezirk Suhl.

Diese Frage der niedrigen Bezahlung der Arbeitseinheiten tritt hauptsächlich unter den Industriearbeitern, die aufs Land gegangen sind,5 und unter LPG-Mitgliedern, die ohne Land der LPG beitraten, auf, weil diese keine individuelle Viehhaltung haben und somit auf die Arbeitseinheiten angewiesen sind.

Die Diskussionen hierüber sind meistens so, dass die Genossenschaftsbauern erklären, dass sie vor dem Eintritt in die LPG besser gelebt haben. Sie bringen auch oft zum Ausdruck, dass es den Einzelbauern besser geht.

Obwohl in diesem Jahr der Schwerpunkt für das Bauwesen in die Landwirtschaft verlegt wurde, wird dieses in den Bezirken Cottbus, Rostock, Leipzig und Halle noch unterschätzt bzw. gibt es Schwierigkeiten.

Zum größten Teil liegt es an den Räten der Bezirke bzw. Kreise, Abteilung Aufbau.

Zum Beispiel hat die Abteilung Aufbau im Rat des Bezirkes Rostock keinen Überblick über die Auslastung der Baukapazität und erklärte, dass Arbeitskräfte und Material ausreichend vorhanden wären.

In den Kreisen dieses Bezirkes wurde aber festgestellt, dass es an Holz, Eisen und Zement fehlt.

Eine weitere Ursache der Verzögerung im Bauwesen auf dem Lande liegt in der nicht termingemäßen Erfüllung der Arbeiten durch die Projektierungsbüros und Materialschwierigkeiten.

Hier gibt es hauptsächlich Schwierigkeiten in der Beschaffung von Holz, Zement, Nägeln, Eisen, Dachpappe, Dachkonstruktionen für Typenbauten, teilweise auch Ziegelsteinen.

Häufig kommt es sogar vor, dass dadurch die Viehhaltepläne6 nicht eingehalten werden können, weil die vorhandenen Stallungen nicht eingehalten werden können, weil die vorhandenen Stallungen zu klein sind und die neuen nicht fertig werden oder überhaupt noch nicht begonnen wurden.

In den Bezirken Neubrandenburg und Gera gibt es Auflösungserscheinungen in den LPG.

Zum Beispiel gibt es im Bezirk Gera bei 30 % bis 35 % aller LPG Auflösungserscheinungen, weil sie das »ewige Bohren«, besonders in der Frage der Ablieferung, satthaben.

Allgemein ist die Stimmung so, dass die Mitglieder erklären, dass sie vor dem Eintritt in die LPG besser gelebt haben und die vorhandenen Arbeitskräfte die viele Arbeit nicht bewältigen können.

Weiterhin bringen sie zum Ausdruck, dass sie nicht damit einverstanden sind, dass vonseiten unserer Regierung so ein Druck auf die Ablieferung gesetzt wird, denn dadurch werden viele Genossenschaftsbauern verärgert.

Über die Arbeit des Staatsapparates gibt es viele negative Diskussionen, hauptsächlich aber in den Bezirken Rostock, Magdeburg, Erfurt, Frankfurt/Oder, Dresden, Gera und Potsdam.

Hier wird meistens die zu geringe operative Arbeit der Mitarbeiter des Staatsapparates kritisiert. Die Genossenschaftsbauern können nicht verstehen, dass eine ganze Zeit lang keine Instrukteure kommen und dann gibt wieder einer dem anderen den Türdrücker in die Hand. Meistens ist es dann noch so, dass alle den gleichen Auftrag haben und nur registrieren, aber nichts verändern. Oft wissen diese Instrukteure gar nicht, was sie für Aufgaben haben.

Zum Beispiel in den Gemeinden Tiefthal und Nottleben im Kreis Erfurt sitzen die Instrukteure im Zimmer des Bürgermeisters und kennen ihre Aufgaben nicht.

Die Bauern in diesen Gemeinden sind der Meinung, dass diese Instrukteure lieber mitarbeiten sollen, dann leisten sie wenigstens produktive Arbeit.

In der Gemeinde Trockhausen, Kreis Stadtroda, [Bezirk] Gera, kamen auf einmal fünf Mitarbeiter des Staatsapparates mir der gleichen Aufgabe.

Dies löste natürlich negative Diskussionen aus.

2. MTS

In allen Bezirken gibt es Schwierigkeiten in den MTS in der Realisierung der abgeschlossenen Verträge. Im Bezirk Gera wurden Verträge bisher nur zu 76 % realisiert. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass in vielen MTS eine schlechte Arbeitsorganisation besteht, dass oft durch leitende Funktionäre falsche Anweisungen gegeben wurden, dass Zwei-Schichtsystem nur teilweise durchgeführt wurde und ein Mangel an Arbeitskräften und Facharbeitern besteht sowie ein großer Mangel an Ersatzteilen.

Vereinzelt ist es sogar vorgekommen, dass erst auf den Feldern der Einzel- und Großbauern durch die MTS gemäht wurde und dann auf den LPG, z. B. in den Bezirken Leipzig, Halle, Frankfurt/Oder und Gera.

So ist es z. B. im Bezirk Halle vorgekommen, dass bei Mittel- und Großbauern, die keine Verträge abgeschlossen hatten, der Mähdrescher eingesetzt wurde, und die LPG mussten mit Pferden binden.

Der Oberagronom der MTS Brahmenau im Landkreis Gera ordnete an, dass erst bei den Einzelbauern gemäht wird, weil die LPG der MTS sowieso bleiben. Dadurch ist jetzt zu verzeichnen, dass auf den Feldern der LPG noch Getreide auf dem Halm steht.

Das Zweischichtensystem wird von vielen MTS unterschätzt. Oftmals wurden im Winter Schichtfahrer ausgebildet, die jetzt während der Ernte nicht eingesetzt werden oder diese arbeiten auf der elterlichen Wirtschaft.

Zum Beispiel hat die MTS Ottersdorf, [Kreis] Schleiz, [Bezirk] Gera, im Frühjahr 1955 42 Schichtfahrer ausgebildet. Dies waren zum größten Teil Söhne von Mittelbauern, die während der Ernte auf den eigenen Feldern arbeiteten und die MTS im Stich ließen.

Durch die schlechte Witterung ist in diesem Jahr ein großer Verschleiß an Ersatzteilen zu verzeichnen. Hauptsächlich fehlt es an Rollenlagern für Raupenketten, sämtliche gangbaren Schrauben und Muttern, Kurbelwellen, Spreugebläsen, Schüttlern.

Es war den MTS nicht immer möglich, diese Ersatzteile zu erhalten, sodass Maschinen stillstehen mussten.

Die Stimmung der Genossenschafts- und Einzelbauern über alle diese Mängel ist negativ. Zum größten Teil wird erklärt, dass sie im kommenden Jahr keine Verträge mehr mit der MTS abschließen, weil sie viel schneller fertig sind, wenn sie ihre Ernte alleine einbringen.

Weiterhin bringen Sie zum Ausdruck, dass sie kein Vertrauen mehr zur MTS haben, weil die Arbeit der MTS von Jahr zu Jahr immer mehr nachlässt.

Während der diesjährigen Ernte kam es des Öfteren vor, dass eingesetzte Maschinen, hauptsächlich Mähdrescher, nach kurzer Zeit wieder ausfielen. In den Bezirken Rostock, Schwerin, Erfurt, Dresden und Gera ist ein Ausfall an Mähdreschern aus der Weimarer Produktion7 zu verzeichnen.

Diese Mähdrescher fielen nach kurzem Einsatz wegen Achsenbruch, Kurbelwellenschaden usw. aus, weil das verarbeitete Material zu weich ist. Die Bauern sind darüber verärgert und sagen, dass man doch diese Mähdrescher nicht früher in die Massenproduktion geben kann, bevor sich diese bewährt haben.

An der teilweise schlechten Arbeit der MTS sind auch die Polit-Abteilungen der MTS schuld.

Hier mangelt es oft an qualifizierten Kräften, die der MTS, LPG und den werktätigen Bauern wirkliche Hilfe und Unterstützung geben können.

Durch die ungenügende Arbeit der Polit-Abteilungen wird auch das Bewusstsein der Traktoristen nicht verändert, was sich dann wieder in der Einstellung zur Arbeit bemerkbar macht.

Die Traktoristen beschweren sich, dass die Mitarbeiter der Polit-Abteilungen nur dann mit ihnen sprechen, wenn sie größere Ergebnisse in der Planerfüllung haben wollen.

3. Werktätige Einzelbauern

Die überwiegende Mehrzahl der werktätigen Einzelbauern hat sich wirtschaftlich gefestigt und ist an der Erfüllung der Verpflichtungen dem Staat gegenüber interessiert, weil ja davon gleichzeitig die Entwicklung ihrer eigenen Wirtschaft abhängt.

Eine ganze Reihe werktätiger Einzelbauern ist im Besitz von Motorrädern und Autos.

Das schließt nicht aus, dass es demgegenüber noch eine ganze Anzahl werktätiger Einzelbauern gibt, die sich wirtschaftlich nicht gut stehen. Zum Teil liegt es an der schlechten Wirtschaftsführung, schlechten Viehbesatz, Mangel an Arbeitskräften usw.

Eine große Anzahl werktätiger Einzelbauern bringen offen zum Ausdruck, dass es ihnen noch nie so gut gegangen ist als unter der Arbeiter-und-Bauern-Macht. Nur mit dem Druck in der Ablieferung sind sie nicht einverstanden, und dass die LPG zu sehr bevorzugt werden.

Dem Eintritt in die LPG steht die überwiegende Mehrheit der werktätigen Einzelbauern in allen Bezirken abwartend, zum Teil sogar ablehnend gegenüber. Sie sind der Meinung, dass sie so besser leben, denn die LPG geben ihnen kein Beispiel. Auch lehnen sie den Nachtdrusch8 ab, weil sie darin eine Vorstufe zur LPG sehen, sie aber nicht gewillt sind, der LPG beizutreten.

Von einem kleineren Teil der werktätigen Einzelbauern in allen Bezirken, hauptsächlich aber in den Bezirken Cottbus, Halle, Schwerin, Neubrandenburg, Erfurt und Frankfurt/Oder wird die sogenannte »Freie Wirtschaft« gefordert.

Diese Bauern sind der Meinung, dass die Bauern in Westdeutschland besser leben, weil es dort keine Pflichtablieferung und Anbaupläne gibt.

Weiterhin, dass bei uns so viel von freien Bauern gesprochen würde, sie in Wirklichkeit aber nicht freien wären, denn vonseiten der Regierung würde in jeder Beziehung Druck gemacht, und das würde ihnen mit der Zeit über. Auch wollen sie nicht nur Verwalter sein.

Zum Beispiel tritt im Bezirk Erfurt unter den werktätigen Einzelbauern das Argument auf, »wir warten noch mit der Ablieferung, kommt die Einheit Deutschlands auf der Basis der Bundesrepublik, bekommen auch wir die freie Wirtschaft und wir brauchen nicht mehr abzuliefern«.

Im Bezirk Schwerin sind einige werktätige Einzelbauern der Meinung, dass die freie Wirtschaft zur Hebung des allgemeinen Wohlstandes führt.

Abhängigkeitsverhältnisse werktätiger Einzelbauern von Großbauern gibt es nur noch sehr selten.

Zum Beispiel sind im Bezirk Suhl in mehreren Gemeinden noch werktätige Einzelbauern von Großbauern abhängig. Unter anderem erhalten diese von den Großbauern Gespanne, Wagen, Maschinen usw.

4. Großbauern

Die Mehrheit steht sich gut und nutzt die Vergünstigungen durch unsere Regierung aus. Auch der größte Teil der Großbauern hat das Ablieferungssoll erfüllt. Es gibt aber auch einen ganzen Teil, die mit der Ablieferung noch zögern, weil sie hoffen, dass die Außenministerkonferenz im Oktober9 in dieser Frage eine Klärung herbeiführt.

Zum anderen gibt es noch einen Teil Großbauern, die die Ablieferung von Getreide bewusst zurückhalten.

Zum Beispiel halten die Großbauern in den Kreisen Gransee, Zossen, Belzig, Potsdam-Land und Königs Wusterhausen im Bezirk Potsdam ihr Getreide bewusst zurück.

Zur Zeit der Getreidemahd verbreiteten die Großbauern in diesen Kreisen das Argument, »wir dreschen erst im Winter, weil wir dann mehr Zeit haben«.

Jetzt erklären sie, »mit der Ablieferung haben wir bis zum 31.12.1955 Zeit, das ist gesetzmäßig,10 deshalb brauchen wir nicht jetzt schon unserer Ablieferungspflicht nachzukommen«.

Im ganzen Kreis Gadebusch im Bezirk Schwerin haben die Großbauern noch fast kein Getreide ausgedroschen.

Hier ist die Losung charakteristisch: »Für Sollpreise kein Kilogramm Getreide.«

Die Meinung, dass es mit der Ablieferung noch bis 31.12.1955 Zeit hat, denn das wäre gesetzmäßig, ist in allen Bezirken unter den Großbauern zu verzeichnen.

Vereinzelt macht sich sogar bemerkbar, dass sie erklären: Wenn der Staat nicht so lange warten kann, bis wir so weit sind, und der andauernde Druck nicht aufhört, sehen sie sich gezwungen zum Westen zu gehen, denn die Bauern im Westen haben mit der Planung und Ablieferung keine Sorgen.

In Berlin erklärten sogar einige Großbauern: »Sie könnten noch nicht abliefern, da sie noch bei werktätigen Bauern Getreide mähen müssen, weil die MTS ihre Verträge nicht eingehalten hat.«

In allen Bezirken, hauptsächlich aber in den Bezirken Rostock, Karl-Marx-Stadt, Leipzig, Magdeburg und Halle, wird die »Preiswirtschaft« gefordert und als das einzig richtige Wirtschaftssystem hingestellt.

In vielen Diskussionen wird zum Ausdruck gebracht, dass die Bauern in Westdeutschland viel besser leben, und dass die Bundesrepublik auf diese nicht solchen Druck ausübt. Die Planung und Ablieferung werden als Zwangsabnahmen bezeichnet.

Vereinzelt versuchen Großbauern in den Bezirken Karl-Marx-Stadt und Potsdam Traktoristen der MTS und Einzelbauern zu beeinflussen.

Zum Beispiel versuchten Großbauern im Kreis Kyritz, [Bezirk] Potsdam, Traktoristen mit Schnaps, Geld und gutem Essen zu bestechen, damit ihre Felder zuerst bearbeitet werden.

Im Bezirk Gera wurde die nicht termingemäße Vertragseinhaltung durch die MTS von den Großbauern ausgenutzt. Sie boten den werktätigen Einzelbauern Maschinen gegen Arbeitsleistung an, was von diesen auch angenommen wurde.

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    24. Oktober 1955
    Überblick über die allgemeine Versorgungslage [Analyse Nr. 11/55]

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    22. Oktober 1955
    Zusammenfassung der Berichte über die Ankunft und Weiterleitung der zurückgekehrten Kriegsverurteilten. 1. Bericht [Information M 21/55]