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Landwirtschaft

2. November 1955
Ernte [L 19/55]

Die Kartoffelrodung geht im Bezirk Neubrandenburg teilweise noch schleppend vor sich. Es treten verschiedentlich Schwierigkeiten in der Beschaffung von Ersatzteilen für die Kartoffelroder auf. Auch wird in vielen Fällen keine richtige Arbeitsorganisation durchgeführt.

So konnte es zum Beispiel vorkommen, dass in der LPG Peterswalde,1 Kreis Pasewalk 30 Genossenschaftsbauern bis zum Mittag auf den Kartoffelroder warten mussten, ohne Arbeiten durchzuführen.

In der LPG Grünz, Kreis Pasewalk, kam es vor, dass 14 Tage lang die Kartoffeln von einer 5 ha großen Fläche liegen blieben aufgrund nicht planmäßigen Einsatzes der Arbeitskräfte.

In der LPG Pasewalk ist eine schlechte Arbeitsorganisation sowie Arbeitsmoral zu verzeichnen. Die Genossenschaftsbauern arbeiten nicht länger als acht Stunden. An Sonn- und Feiertagen erklären sei sich ebenfalls nicht bereit zu arbeiten. In dieser LPG sind noch 30 ha Kartoffeln zu roden. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass der gesamte zweite Schnitt von Heu noch nicht geborgen ist, sondern noch auf den Feldern liegt.

Ähnlich sieht es auch auf anderen LPG aus, wo z. B. ebenfalls in Wrechen, Kreis Neustrelitz.

In der LPG Trebenow,2 Kreis Strasburg, [Bezirk] Neubrandenburg, sind noch ca. 20 ha Kartoffeln zu roden.

Der LPG Vorsitzende äußerte, dass er vom Rat des Kreises bisher zu wenig unterstützt wurde und in Arbeitsspitzen zu wenig freiwillige Erntehelfer3 zur Verfügung hatte. Erst jetzt erhielt er KVP-Angehörige zur Kartoffelrodung.

Die Kartoffelrodung ist im Kreis Klötze, [Bezirk] Magdeburg,4 per 25.10.1955 zu 98,7 % erfüllt. Zu bemerken ist, dass beim Nachlesen der Hackfruchternte sehr leichtsinnig verfahren wird. Es werden oftmals 20 % der Nachlesekartoffeln wieder eingeackert.

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    2. November 1955
    Versorgung [V 20/55]

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    31. Oktober 1955
    Versorgung [V 19/55]