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Zur Beurteilung der Situation in der DDR

22. Juni 1955
Informationsdienst Nr. 2460 zur Beurteilung der Situation in der DDR

Zur Lage in Industrie und Verkehr

Unter den Beschäftigten der Industrie- und Verkehrsbetriebe wurden verhältnismäßig wenig Unterhaltungen über den 17. Juni1 geführt. In den überwiegend positiven Stellungnahmen wird der Charakter des 17. Juni 1953 richtig eingeschätzt und übereinstimmend erklärt, dass sich auf keinen Fall ein zweiter 17. Juni wiederholen dürfte. Dafür müssten alle Werktätigen sorgen, da ja alle an der Erhaltung unserer Errungenschaften interessiert sein müssten.

Zum Beispiel sagten die Kollegen der Brigade Gleisbau, Bagger 19, vom BKW Spreetal: »Wir wollen deshalb auf jede feindliche Diskussion achten. Wir sind zufrieden mit unserer Arbeit und bereit, unser Werk sichern zu helfen.«

Im Allgemeinen wurden am 17. Juni gute Produktionsergebnisse erzielt. Darüber hinaus kam es in verschiedenen Betrieben zu Sonder- und Höchstleistungsschichten.

Die Kollegen der Abteilung Massenbedarfsgüter des VEB Präzessionswerkzeugmaschinen Schmölln, [Bezirk] Leipzig, fuhren aus Protest gegen den sogenannten »Staatsfeiertag« im Westen2 und als Beweis des Vertrauens zu unserer Regierung eine Sonderschicht.

Im gesamten Revier Borna, [Bezirk] Leipzig, betrug die Planerfüllung am 17.6.[1955] bei Rohkohle im Durchschnitt 104 % und beim Abraum ebenfalls über 100 %.

Zu negativen Erscheinungen kam es an diesem Tage nur im geringen Maße.

Zum Beispiel machte im Holzverarbeitungswerk Löcknitz, [Bezirk] Neubrandenburg, ein Tischler während der Frühstückspause seine Kollegen darauf aufmerksam, dass der heutige Tag ein Feiertag sei.

Als ihn der Brigadier über den Charakter des 17. Juni 1953 aufklärte, sagte er, dass ihm das egal sei und dass es von ihm aus heute schon wieder losgehen könne.

Die Kollegen des VEB Kraftverkehr Neuruppin hatten für den 17. Juni [1955] einen Betriebsausflug nach Berlin geplant.

Im VEB ABUS Schmalkalden, [Bezirk] Suhl, schmierte ein Jugendlicher an einen Kran die Worte: »17. Juni!« Bei seiner Vernehmung erklärte er, dass er es getan habe, um die Arbeiter an diesen Tag zu erinnern.

Am 18.6.1955 fand eine Belegschaftsversammlung statt, an der ca. 350 Kollegen teilnahmen. Die Mehrzahl der Anwesenden stimmten einer Entschließung zu, in der gefordert wurde, dass der Jugendliche von den Staatsorganen zur Verantwortung gezogen werden soll.

Außerdem kam es in einer Reihe von Betrieben ebenfalls zu hetzerischen Schmierereien um den 17. Juni.

So z. B. im Stahlwerk Riesa, Mathias-Thesen-Werft Wismar, VEB Verlade- und Transportanlagen Leipzig, VEB Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden, Kunstseidenwerk Premnitz, [Bezirk] Potsdam, RAW »Einheit« Engelsdorf, [Bezirk] Leipzig, und Hauptbahnhof Halle.

Unter anderem waren es Losungen wie z. B.:

  • »17. Juni – Streik – mehr Geld!«

  • »Denkt an den 17. Juni! « »Hoch lebe der 17. Juni!«

  • »Zum 17. Juni, auf zum Kampf!« »Der 17. Juni ist da, wir Stahlwerker rufen Hurra!«

Zum anderen traten vereinzelt feindliche Elemente offen mit ihrer Hetze hervor, indem sie entweder abfällige oder negative Bemerkungen über die Sicherungsmaßnahmen in den Tagen des 17. Juni machten. Häufig hieß es dabei: »Die scheinen mächtige Angst vor einem neuen 17. Juni zu haben.«

Oder sie erinnerten an den 17. Juni 1953 und erklärten dabei, dass der »Aufstand der Arbeiter« berechtigt gewesen sei und bedauern gleichzeitig, dass es nicht »geklappt« habe. Es fielen in diesem Zusammenhang Bemerkungen wie z. B. »Wenn sie damals die Panzer nicht eingesetzt hätten, würde es heute anders aussehen.« Auch »bedauern« diese negativen Elemente, dass nur im Westen der 17. Juni als Feiertag begangen wird.

Über die Note der SU3 an die Bonner Regierung wird weiterhin umfangreich und überwiegend positiv diskutiert. Die meisten Stellungnahmen spiegeln die Hoffnung auf baldige friedliche Lösung des Deutschlandproblems wider.

Die im geringen Maße bekannt gewordenen negativen Äußerungen zur Note enthalten ebenfalls keine wesentlich neuen Argumente. Wie bereits berichtet tauchen in letzter Zeit, vorwiegend in Umsiedlerkreisen,4 negative Diskussionen über die Oder-Neiße-Grenze auf. Und zwar wird die Hoffnung ausgesprochen, dass sich Adenauer5 in Moskau für die Revision dieser Grenze einsetzen möge.

Zum anderen wird verschiedentlich die Note als Schwäche der SU ausgelegt und als ein Sieg der »Politik der Stärke«6 gewertet, indem es heißt: »Erst wollten sie nach der Ratifizierung überhaupt nicht verhandeln und jetzt laden sie Adenauer sogar nach Moskau ein.« Andere wieder erklären: »Erst nannten sie Adenauer einen Kriegsverbrecher und jetzt soll er nach Moskau kommen« u. a.m.

Im Zusammenhang mit der Note werden auch vereinzelt Ausführungen über die bevorstehende Viererkonferenz7 gemacht, die ausschließlich positiv sind. Man wünscht, dass diese Konferenz einen positiven Verlauf nehmen möge, was zur weiteren Entspannung der internationalen Lage beitragen würde.

Außerdem finden andere aktuelle politische Probleme kaum Beachtung und es werden nur ganz vereinzelt Diskussionen bekannt.

Bei der KVP-Werbung8 zeigen sich trotz teilweise guter Erfolge noch immer viele Jugendliche ablehnend. Aber weniger deshalb, weil sie der DDR feindlicher gegenüberstehen, sondern da sie pazifistische Ansichten vertreten und zum anderen ihre persönlichen Belange in den Vordergrund stellen. So heißt es immer wieder, »wir melden uns nicht freiwillig, sollen sie doch die Wehrpflicht einführen, dann müssen wir gehen«.

Viele kommen auch mit dem Argument, sich fachlich qualifizieren zu wollen, indem sie studieren oder Lehrgänge besuchen wollen.

Aufgrund der Tatsache, dass mitunter die Werbung sehr schleppend vorangeht, und das jeweils gesteckte Ziel nicht erreicht wird, werden viele Jugendliche wiederholt angesprochen. Dies wirkt sich verschiedentlich so aus, dass es entweder als »Belästigung« bezeichnet wird; einzelne Jugendliche aus VEB in Privatbetriebe überwechseln, der Werbung, wo sie nur können, aus dem Wege gehen und es sogar zu Republikfluchten kommt. Letzteres wurde bereits in mehreren Berichten aufgezeigt.

Im IFA-Werk »Audi« Zwickau kommen zu den FDJ-Versammlungen in letzter Zeit nur noch die FDJlerinnen. Als mit den FDJlern wegen ihres Fernbleibens gesprochen wurde, erklärten sie: »Es wird ja in den Versammlungen nur noch über die KVP-Werbung gesprochen und das hängt uns langsam zum Halse raus.«

Ein Jugendlicher des Kompressorenwerkes in Gera wurde zur FDJ-Kreisleitung bestellt und dort gefragt, ob er zur KVP gehen würde. Er lehnte dies mit der Begründung ab, dass er seine Gesellenprüfung mit »sehr gut« bestanden habe und das Ziel verfolge, auf die Hochschule zu gehen.

Daraufhin erklärte der erste Sekretär, dass dahin nur jene delegiert würden, die zwei Jahre bei der KVP ihren Dienst durchgeführt haben. Außerdem würde er von der FDJ keine Befürwortung zum Hochschulbesuch erhalten. Am darauffolgenden Tage setzte sich der Jugendliche nach dem Westen ab. (Er leistete im Betrieb eine sehr gute gesellschaftliche Arbeit.)

Das ist der zweite Fall in diesem Betrieb.

In Bezug auf die Stärkung der Kampfgruppen9 zeigt sich ebenfalls, ähnlich wie bei der KVP-Werbung, dass mitunter starke pazifistische Tendenzen vorherrschen, indem der Beitritt mit der Begründung abgelehnt wird, »nie wieder eine Waffe in die Hand zu nehmen«. So ist es in manchen Betrieben durch die mangelnde Bereitschaft bis jetzt nicht möglich gewesen, Kampfgruppen aufzustellen.

Zum Beispiel lehnen die elf Genossen der Parteigruppe des Sägewerkes Jatznick, [Bezirk] Neubrandenburg, ab, in ihrem Betrieb eine Kampfgruppe aufzustellen. Sie sind der Meinung, wenn sie eine Waffe tragen, sind sie die ersten, die erschossen werden.

Im VEB Landmaschinenersatzteile, Fabrik Dargun, [Kreis] Malchin, [Bezirk] Neubrandenburg, besteht ebenfalls eine starke Ablehnung. So ist es z. B. dem Parteisekretär nicht möglich, bei einer Belegschaftsstärke von 130 Kollegen, auch nur einen Genossen von der Notwendigkeit des Beitrittes in die Kampfgruppe zu überzeugen. Ein Teil der Kollegen argumentiert, dass sie körperlich nicht mehr dazu in der Lage wären und andere wieder sagen, dass sie nie wieder ein Gewehr in die Hand nehmen würden.

Auch werden die Ausbildungsstunden verschiedentlich sehr schlecht besucht. Da diese vielfach am Sonnabend-Nachmittag durchgeführt werden, wird das Fernbleiben meist damit begründet, dass sie sich zu dieser Zeit ihren Familien widmen müssten oder anderweitige Verpflichtungen hätten.

Im Bahnbetriebswerk Hagenow, [Bezirk] Schwerin, nehmen im Durchschnitt von 25 Mitgliedern der Kampfgruppe nur fünf an der Ausbildung teil.

Die Durchschnittsbeteiligung im Kreis Wernigerode, [Bezirk] Magdeburg, liegt bei 60 % bis 70 %. Ähnlich sieht es auch in anderen Kreisen dieses Bezirkes aus.

Fragen der Intelligenz

Unter den Intelligenzlern des VEB Kombinat »Otto Grotewohl« Böhlen besteht eine gewisse Unzufriedenheit, da sie vom Werk für ihre Privatwagen – für persönliche Zwecke – kein Benzin mehr erhalten (angeordnet vom Werkdirektor).

Dazu äußerte ein Intelligenzler, beschäftigt in der chemischen Forschung: »Ich war Ende Mai 1955 in Frankfurt/Main und Köln und habe dort mehrere Treibstoffwerke besichtigt. In Köln wurde mir sofort ein neuer ›Opel Kapitän‹10 zur Verfügung gestellt. Dort war man gar nicht kleinlich.«

Am 17.6.1955 forderte ein Diplom-Ingenieur die Genehmigung seines Antrages auf Benzinzuteilung an. Da keine Dringlichkeit für Dienstzwecke vorlag, wurde dieser Antrag nicht genehmigt. Daraufhin äußerte er: »Ich wünsche es nicht, aber wenn der letzte Schuss fällt, wird man merken, dass man verkehrt gehandelt hat. Man bringt es soweit, dass man den letzten Intelligenzler nach dem Westen vertreibt.«

Die Betriebsärztin des VEB Volltuchwerk Görlitz kehrte von ihrem Urlaub aus Westdeutschland nicht zurück. Sie hatte u. a. die Unterschrift zum Wiener Appell11 verweigert.

Materialschwierigkeiten bestehen weiterhin in einer Reihe von Betrieben und wurden in dieser Berichtsperiode aus nachstehenden VEB gemeldet:

  • VEB Ketten- und Nagelwerk Weißenfels, [Bezirk] Halle (Rohdraht);

  • VEB Sprengstoffwerk Gnaschwitz, [Bezirk] Dresden (Zellwollgarne – für die Herstellung von Zündschnüren);

  • VEB Glaswerk Schönborn, [Bezirk] Cottbus (Pfeiffenrohr – Import) und

  • VEB Roßhaarweberei Coswig, [Bezirk] Dresden (Haargarn).

Produktionsstörungen

Im VEB Braunkohlenwerk »Freiheit« Bitterfeld kam es zu einem Zugzusammenstoß. Schaden: DM 6 000.

Im Tagebau des VEB Witznitz,12 [Kreis] Borna, [Bezirk] Leipzig, fiel infolge eines Bandrisses der Absetzer 960 aus. Produktionsausfall: 6 000 cbm Abraum.

Im VEB Böhlen13 fiel durch einseitigen Kettenbruch und durch Auswechseln mehrerer Achsen ein Bagger aus. Produktionsausfall: 10 640 cbm Abraum.

Am gleichen Tag wurde im gleichen Betrieb der Bagger 12 durch Kupplungsschaden außer Betrieb gesetzt. Produktionsausfall: 3 000 cbm Abraum.

Durch technischen Schaden fielen am 19.6.1955 im Kombinat »Otto Grotewohl« Böhlen die Bagger 2 und 4 sowie der Absetzer 16 aus. Produktionsausfall: insgesamt 4 655 cbm Abraum.

Am 18.6.1955 kippte durch Auflaufen auf die Weiche im VEB Grube »Phönix« Leipzig ein Waggon um und blockierte den Bagger 514. Produktionsausfall: 4 500 cbm Abraum.

Im VEB Hydrierwerk Zeitz, [Bezirk] Halle, entstand durch einen Stopfbuchsenschaden am Kompressor 9 ein Produktionsausfall von ca. DM 14 000.

Durch grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht des Weichenstellers erfolgte in der Grube Etzdorf (Tagebau), [Bezirk] Halle, ein Zusammenstoß zweier Betriebszüge. Hierdurch entstand ein Schaden von ca. DM 15 000 bis 18 000.

Am 17.6.1955 entstand im EKM Finow, [Bezirk] Frankfurt/Oder, ein Maschinenschaden. Dadurch fiel die Kompressorenanlage aus, welche das Werk mit Pressluft versorgt. Maschinenschaden ca. 2 000 bis 3 000 DM. Produktionsausfall ca. 10 000 DM – Dauer der Reparatur ca. vier Wochen.

Am 18.6.1955 wurde im Schacht »IV. Parteitag« – Gera – am Morgen festgestellt, dass Sicherungen herausgedreht und ein Kabel durchgeschlagen waren.

Im gleichen Schachtgelände wurden Schwellen über die Schienen gelegt, um damit Entgleisungen zu veranlassen.

Am 18.6.[1955], gegen 9.12 Uhr, musste ein Güterzug auf der Strecke Bad Schandau – Sebnitz auf freier Strecke halten, da zwischen den Schienen zwei Eisenplatten (etwa 8 mm stark) mit Sandsteinen festgeklemmt waren.

In der Nacht zum 18.6.1955 wurden im BW14 Görlitz an einer Lok die Entwässerungsstutzen herausgedreht. Daraufhin lief das Öl aus und es erfolgte ein Heißlaufen der Achse.

Im VEB Waggonbau Görlitz musste in der Schmiede, Werk II, eine Pelzpresse wegen einer Rissbildung im Block außer Betrieb gesetzt werden.

Innerhalb einer Woche war dies bereits die fünfte Maschine, die in der Schmiede außer Betrieb gesetzt wurde.

In der Nacht zum 17. Juni [1955] wurde auf den Bahnhöfen Demker, Zielitz und Wolmirstedt (Strecke Stendal – Magdeburg) auf den Fernschreibern Folgendes durchgegeben: »Eisenbahner, wir streiken, helft alle mit!«

Versorgung der Bevölkerung

Die Versorgung der Bevölkerung vor allem mit HO-Margarine15 hat sich in den letzten Tagen erneut verschlechtert. Es treten wieder mehr Schwierigkeiten auf. So wird z. B. aus Döbeln, [Bezirk] Leipzig, berichtet, dass in Colditz bei Eintreffen von Margarine und anderen HO-Fetten sich verschiedentlich Käuferschlangen bilden.

In diesem Zusammenhang haben die negativen Diskussionen auch wieder etwas zugenommen.

Zum Beispiel äußern sich dazu die Kollegen aus dem VEB Bastfaser Fehrbellin, [Kreis] Neuruppin, [Bezirk] Potsdam, dahingehend, dass man ihnen doch sagen sollte, wenn Versorgungsschwierigkeiten bestehen. Es wird Folgendes zum Ausdruck gebracht:

»Der RIAS16 spricht von Versorgungsschwierigkeiten in der Zone und unser Rundfunk und unsere Presse widerlegen die Meldungen. Wir sind der Meinung, dass die Tatsachen beweisen, dass der RIAS doch recht hat.«

Bei dem Mangel an HO-Margarine sind besonders wieder die ländlichen Gemeinden betroffen. So ist z. B. in der Gemeinde Pragsdorf, [Bezirk] Neubrandenburg, die Zuteilung von Margarine sehr gering. Die Konsumverkaufsstelle17 erhält zehn kg Margarine. Damit soll sie die Gemeinden Pragsdorf, Bannenbrück und Georgendorf versorgen.

Neben dem noch immer bestehenden starken Mangel an Hülsenfrüchten, Marmelade, Honig, Zuckerwaren, Rindfleisch und verschiedenen Massenbedarfsgütern wird vor allem der Mangel an Zigaretten in der Preislage vom DM 0,08 bis 0,10 beanstandet. Dazu wird im Wesentlichen vor allem von Arbeitern und Bauern zum Ausdruck gebracht, dass sie sich die teuren Zigaretten nicht kaufen können.

Ein Dreher aus der Gemeinde Klingel, [Kreis] Eisenberg, [Bezirk] Gera, sagte z. B. dazu: »Von mir wird im Betrieb auch alles verlangt und obwohl ich Geld besitze kann ich mir heute nicht einmal ein paar Zigaretten kaufen, da in Klingel keine vorhanden sind. Ich war dann heute noch in zwei weiteren Geschäften, wo ich ebenfalls keine erhielt.«

In den letzten Tagen wurde aus den Bezirken Rostock, Frankfurt/Oder, Potsdam, Karl-Marx-Stadt und aus dem Wismut-Gebiet18 Mangel an Speisekartoffeln gemeldet, der sich besonders in Großbetrieben, Küchen, Gaststätten usw. bemerkbar macht.

So wird aus dem Bereich der HO-Wismut Zwickau bekannt, dass der Bestand der Kartoffeln sehr gering ist. Wenn im Zeitraum von drei Wochen keine Kartoffeln vorhanden sind, ist die Versorgung in den Küchen und Gaststätten gefährdet.

In fast allen Betriebsküchen des Bezirkes Karl-Marx-Stadt mangelt es an Kartoffeln. Es sind davon nur noch geringe Mengen vorhanden, was zur Folge hat, dass die Kost einseitig wird und in der Woche höchstens zweimal Kartoffeln ausgegeben werden können.

Im Kreis Annaberg trägt man sich mit dem Gedanken, aus diesem Grunde an die Werktätigen Kaltverpflegung auszugeben.

Auch in Frankfurt/Oder ist die Kartoffellieferung für die Küchenbetriebe und die Kinderferienlager unzureichend.

Im Kreis Doberan und in der Altstadt Rostock fehlen besonders Speisekartoffeln. Die Abteilung Handel und Versorgung beim Rat des Bezirkes Rostock hat noch ca. 1 500 t Kartoffeln von der VEAB zu bekommen, die VEAB kann aber diese Menge nicht liefern, da noch einige Tausend t Kartoffeln für die Aussaat dem Bezirk fehlen.

Nach vorläufigen Meldungen fehlen im Kreis Königs Wusterhausen noch 225,2 t Speisekartoffeln bis zum Anschluss an die neue Ernte.

Ein Waggon mit 7 t Frischfisch (Kabeljau) aus Bremerhaven trafen am 17.6.1955 in Prenzlau ein. Die Untersuchung durch den Frischfischverkauf ergab, dass die Fische nicht mehr als Frischfisch verkauft werden können, sondern dem Fischverarbeitungswerk zugeleitet werden müssen.

Im Lager der VEAB Königs Wusterhausen stauen sich zurzeit seit Mai 1955 120 000 Stück Eier. Durch Importe aus Bulgarien sind dazu weitere 144 000 Stück gekommen. Außerdem werden durch die Aufkaufstellen der VEAB täglich ca. 10 000 Stück Eier dazu geliefert.

Am 16.6.1955 wurde in der Konservenfabrik Zittau ein Waggon Erdbeeren aus Bulgarien entladen, wovon nur noch 20 % des gesamten Waggon zu Marmelade verarbeitet werden konnte. Bei der Übernahme in Bad Schandau wurde festgestellt, dass ein großer Teil bereits verdorben war.

Die Lage in der Landwirtschaft

Über den 17. Juni wurde unter der Landbevölkerung nur ganz vereinzelt diskutiert.

Die positiven Äußerungen zeigen, dass der wahre Charakter des 17. Juni 195319 erkannt worden ist und die Arbeiter der MTS sowie Genossenschaftsbauern daraus die Schlussfolgerung gezogen haben, nie wieder einen 17. Juni aufkommen zu lassen und die demokratischen Errungenschaften auf dem Lande vor Provokateuren zu schützen.

So nahmen die Genossenschaftsbauern der Gemeinde Reinsdorf, [Kreis] Artern, [Bezirk] Halle, in einer Diskussion über den faschistischen Putschversuch 1953 folgende Stellung ein:

»Einen zweiten 17. Juni zu inszenieren wäre sinnlos. Wir wollen uns das nicht zerstören lassen, was wir uns selbst geschaffen haben.«

Ein Buchhalter aus der MTS Mockrehna, [Kreis] Eilenburg, [Bezirk] Leipzig: »Die ehren drüben die Gefallenen des 17. Juni 1953. Die meisten Arbeiter in Westdeutschland wissen aber nicht, dass diese für die Interessen der Kapitalisten gefallen sind. Die Arbeiter, die für die Interessen der Arbeiter ihr Leben geben mussten, werden da drüben nicht geehrt.«

Negative Äußerungen zum 17. Juni wurden kaum bekannt. Dafür kam es jedoch in einigen landwirtschaftlichen Betrieben, besonders in LPG, an diesem Tage zu einigen Vorkommnissen.

Zum Beispiel wurde von einigen Jugendlichen in der LPG Lichterfelde, Kreis Eberswalde, [Bezirk] Frankfurt/Oder, am Morgen des 17.6.[1955] die Arbeit niedergelegt. Sie begründeten es damit, dass sie mit ihren Lohnzahlungen nicht zufrieden seien und mit ihrem Geld nicht auskommen könnten. Bei den geführten Diskussionen mit diesen Jugendlichen fiel die Äußerung: »Heute ist der 17. Juni und wir hatten schon einmal vor Jahren solch einen Tag.«

In den ÖLB20 des Kreises Templin, [Bezirk] Neubrandenburg, wurde am 15.6.1955 kein Geld ausgezahlt. Daraufhin kam es in einigen ÖLB zu Missstimmungen und zum Teil auch zur Arbeitsverweigerung.

Zum Beispiel blieben am 17.6.[1955] in den ÖLB Lychen und Jacobshagen sieben bis zehn Kollegen der Arbeit fern.

Die Nichtauszahlung des Geldes lag daran, dass der Vorsitzende des Rates des Kreises Templin erst verspätet die Anweisung zur Auszahlung des Geldes ausgeschrieben hatte.

Maßnahmen wurden eingeleitet, sodass das Geld am 17.6.[1955] noch ausgezahlt werden konnte.

Am 16.6.1955 wurde der elektrische Koppelzaun der LPG Eichstadt, Kreis Oranienburg, [Bezirk] Potsdam, von unbekannten Tätern zerschnitten, sodass das Vieh ausbrechen konnte. Am 17.6.[1955] wurde in der gleichen Koppel das Eingangstor ausgehoben, sodass das Vieh wiederum ausbrach.

Der Vorsitzende der LPG Märkisch-Wilmersdorf, [Kreis] Zossen, [Bezirk] Potsdam, trat am 17.6.1953 negativ in Erscheinung und beabsichtigte am 17.6.1955, zu einer angeblichen Geburtstagsfeier nach Westberlin zu fahren.

Die Diskussionen über die Note der SU an die Bonner Regierung sind im Verhältnis zu den Vortagen nicht mehr so umfangreich. Inhaltlich hat sich nichts wesentlich verändert. Sie sind überwiegend positiv und drücken zu einem großen Teil die Hoffnung aus, dass Adenauer nach Moskau fahren möge, damit ein weiterer Schritt zur Entspannung der internationalen Lage und der Wiedervereinigung Deutschlands getan wird.

Im Zusammenhang mit der Note kommt es ganz vereinzelt zu Diskussionen über die geplante Viererkonferenz in Genf.

Dabei wird zum Ausdruck gebracht, dass es nur der ständigen Initiative der SU zu danken sei, wenn sich die vier Mächte in Genf treffen. Zum anderen heißt es auch, dass die Genfer Konferenz vielversprechend sei und dass damit wieder Hoffnung auf die Wiedervereinigung Deutschlands besteht.

Trotz einiger Erfolge in der KVP-Werbung zeigt sich doch vor allem immer wieder, dass der überwiegende Teil der Jugendlichen sich weigert, der KVP beizutreten. Die Argumente für die Ablehnung sind immer die gleichen: persönliche Belange, Verdienstmöglichkeiten, Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft usw. Aufgrund der verstärkten KVP-Werbung macht sich jetzt häufiger bemerkbar, dass Jugendliche aus Angst, in die KVP eintreten zu müssen, nach dem Westen flüchten.

So flüchteten z. B. aus dem MTS-Bereich Göhlen, [Kreis] Ludwigslust, [Bezirk] Schwerin, zehn Jugendliche nach dem Westen.

Im Kreis Parchim, [Bezirk] Schwerin, verließen sechs Jugendliche das Gebiet der DDR, nachdem sich diese Jugendlichen bei der Aussprache bereit erklärt hatten, zur KVP zu gehen.

Von der MTS Karwesee, [Kreis] Neuruppin, [Bezirk] Potsdam, wurden in der Zeit vom 13. bis 16.6.1955 vier Jugendliche republikflüchtig. Diese Jugendlichen waren vorher einige Male wegen des Eintrittes in die KVP angesprochen worden.

Im MTS-Bereich Hayda, [Kreis] Wurzen, [Bezirk] Leipzig, setzten sich acht Jugendliche nach dem Westen ab.

Ein Jugendlicher vom VEG Mügeln, [Kreis] Oschatz, [Bezirk] Leipzig, wurde republikflüchtig, weil ihm bei der Aussprache mit der Werbekommission gesagt wurde: »Entweder du gehst zur KVP oder du bist ein Klassenfeind.«

In einigen landwirtschaftlichen Betrieben besteht ein Mangel an Kraftfutter, besonders Kartoffeln, was unter den Bauern häufig zu negativen Diskussionen führt.

So fehlen z. B. im VEG Groß Machnow, [Kreis] Zossen, [Bezirk] Potsdam, für ca. 3 000 Schweine Futterkartoffeln. Die Ursache liegt darin, dass die Kartoffeln vom Ausland (Polen) bezogen werden und dem DIA dem VEG mitteilte, dass die Verträge nicht eingehalten werden könnten.

In dem ÖLB Schwaan, Kreis Bützow, [Bezirk] Schwerin, sind 270 Schweine zu füttern, für die aber nur wenig Futter vorhanden ist.

Der Betrieb bekam vom Rat des Kreises zwei dz Schrot, die aber nur einen Tag ausreichten.

Der Mangel an Arbeitskräften macht sich besonders in einigen MTS und LPG bemerkbar. Die Auswirkungen zeigen sich darin, dass die Arbeiten verschiedentlich nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden können, die Erfüllung der Pläne nicht gesichert ist und auch die Bearbeitung der Bodenkulturen nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden kann.

So fehlen z. B., in der MTS Blankenburg, Kreis Wernigerode, [Bezirk] Magdeburg, noch sechs Dreschsatzführer.

In der LPG Wassensdorf, [Kreis] Klötze, [Bezirk] Magdeburg, sind aufgrund des Arbeitskräftemangels die Zuckerrüben stark verunkrautet, sodass die Rüben wie 1954 im Unkraut ersticken.

In der LPG Seifhennersdorf, [Kreis] Bautzen,21 [Bezirk] Dresden, sind die Mitglieder über den Mangel an Arbeitskräften unzufrieden. Der Vorsitzende der LPG äußerte sich, dass zwei Brigadiere aus der LPG austreten wollen, wenn sie keine Hilfe bekommen. Es sind zurzeit 70 ha Wiesen zu mähen und 19 ha Rüben zu pflegen, wofür nur zehn Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, die außerdem noch das vorhandene Vieh zu versorgen haben.

In der letzten Zeit führen die Bauern Klage darüber, dass für die in verschiedenen Fällen stark auftretende Rübenfliege oder den Zuckerrübenkäfer keine Bekämpfungsmittel zu erhalten sind.

Besonders bereitet die Rübenpflege den Bauern im Kreis Neuruppin, [Bezirk] Potsdam, große Sorgen. Es werden für ca. 3 600 ha Rübenland ca. 90 t »Wofatox«22 zur Bekämpfung der Rübenfliege benötigt. Die einzelnen BHG verfügen jedoch nicht über so große Mengen, sie können lediglich nur zehn t liefern.

In der Gemeinde Langerwisch, [Kreis] Potsdam-Land, wird über den Mangel an Pflanzenschutzmittel »Prodax«23 geklagt. Die Bauern benötigen es dringend. Sie sind darüber missgestimmt, weil in der Presse propagiert wird, dass davon genügend vorhanden sei, in Wirklichkeit aber nichts zu bekommen ist.

Ebenso wird in einzelnen Kreisen des Bezirkes Magdeburg Klage über den Mangel an Bekämpfungsmitteln geführt.

In folgenden landwirtschaftlichen Betrieben brach die Schweinepest aus:

In der LPG »Jonny Schehr«24 in der Gemeinde Schwarz, Kreis Schönebeck, [Bezirk] Magdeburg: Gesamtbestand 157 Schweine – davon 83 verendet – 74 notgeschlachtet.

Im VEB Schweinemästerei Halle mussten 125 Schweine notgeschlachtet werden.

Im ÖLB Kerzdorf, Kreis Wittenberg, [Bezirk] Halle, wurden 47 Schweine notgeschlachtet.

Bei einem Kleinbauern in der Gemeinde Groß Schwiesow,25 Kreis Güstrow, [Bezirk] Schwerin: Bestand 43 Schweine – 40 notgeschlachtet – drei verendet.

In der LPG Groß Ziethen, Kreis Königs Wusterhausen, [Bezirk] Potsdam, sind auf der Hühnerfarm von ca. 1 000 Küken bisher ca. 300 Küken verendet. Überprüfung durch den Tierarzt ergab, dass die Küken nicht genug Auslauf haben.

In der Nacht zum 17.6.1955 sind in der LPG »Freundschaft« in Oberwiesa, Kreis Glauchau, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt, 250 Junghühner verendet. Ursache: vermutlich Vergiftung durch eine Säure.

Bei den noch lebenden 70 Hühnern zeigen sich ebenfalls Krankheitserscheinungen, sodass mit weiterem Verenden zu rechnen ist.

Bei einem Genossenschaftsbauern (aus Westdeutschland zugezogen), wohnhaft in Culmitsch, Kreis Greiz, [Bezirk] Gera, wurde von unbekannten Tätern Giftweizen in die Futterkrippe und auf der Weidekoppel ausgestreut.

In der LPG Groß Ziethen, Kreis Königs Wusterhausen, [Bezirk] Potsdam, wurde vom Schäfer in der Futterraufe ein Beutel mit Schwarzpulver gefunden.

Am 15.6.1955 wurde nach einer Veranstaltung in der Gemeinde Nassenheide, Kreis Oranienburg, [Bezirk] Potsdam, ein Genossenschaftsbauer (SED) von bisher unbekannten Tätern niedergeschlagen. Eine männliche Person, die dem Genossenschaftsbauern beistehen wollte, wurde ebenfalls niedergeschlagen.

Die Bevölkerung von Schwanebeck, Kreis Nauen, [Bezirk] Potsdam, ist über den Bericht der »Märkischen Volksstimme«26 vom 10.6.1955 empört, in dem es heißt, dass die LPG Schwanebeck bereits alle Rüben verzogen hätte und sich daran alle anderen Gemeinden ein Beispiel nehmen sollten.27 In Wirklichkeit waren zum Zeitpunkt der Meldung nur ca. 20 % der Rüben verzogen.

Das löste unter einem großen Teil der Bevölkerung negative Diskussionen aus und es wurde geäußert, »wenn dieser Bericht nicht widerrufen wird, am 1.7.1955 die Zeitung abzubestellen«.

Einschätzung der Situation

Auch am 17. Juni und in den Tagen danach stand die Note der SU an Bonn in gleicher Weise wie in den Vortagen im Mittelpunkt der politischen Gespräche.

Dem Gegner gelang es nicht, trotz stärkster Feindpropaganda und auch stärkerem Auftreten der feindlichen Elemente in der DDR, die Werktätigen im Sinne des 17. Juni zu beeinflussen.

Negative Vorkommnisse blieben Einzelerscheinungen, obwohl die Bevölkerung im Allgemeinen über die wirtschaftlichen Mängel und Schwierigkeiten unzufriedener ist als in der gleichen Zeit des vergangenen Jahres.

Die Bereitschaft, die Betriebe zu schützen und am 17. Juni gute Produktionsergebnisse zu erzielen, zeigt, dass die Werktätigen in zunehmendem Maße Lehren aus dem faschistischen Putsch gezogen haben.

Anlage vom 21. Juni 1955 zum Informationsdienst Nr. 2460

Stimmung der Angestellten der Ministerien zu den Maßnahmen, das Betreten der Westsektoren zu verhindern

Aufgrund einer Anweisung des Ministers Stoph,28 die besagt, dass alle Mitarbeiter des Staatsapparates die Verpflichtung eingehen sollen, die Westsektoren von Berlin nicht zu betreten oder zu durchfahren,29 herrscht unter den daran interessierten Angestellten keine gute Stimmung.

Obwohl ein großer Teil die Verpflichtungen unterschrieben haben, zeigt sich aber bei solchen Angestellten, die Verwandte und gute Bekannte in Westberlin haben, dass sie dies als Härte empfinden.

Man argumentiert auch in der Form, indem man sagt »eigentlich sollten wir doch die Verbindung mit den Westberlinern festigen«.

Damit will man zum Ausdruck bringen, dass die Verpflichtung im Widerspruch dazu steht.

Man äußert auch, es gäbe noch genug Angestellte, die trotzdem in den Westsektor gehen würden und eine solche Verpflichtung würde niemanden ernsthaft davon abhalten.

Die fortschrittlichen Kräfte versuchen auch die anderen, von der Richtigkeit dieser Maßnahme zu überzeugen.

Eine Genossin von der Deutschen Versicherungsanstalt Berlin sagte z. B.: »Die Berliner sollen sich nicht so aufregen. Ich selbst habe meine Mutter in Westdeutschland und musste mich damit abfinden, dass ich meine Mutter nicht sehen kann. Bei den Berlinern können doch die Verwandten in den demokratischen Sektor zu Besuch kommen. Mich selbst trifft die Verpflichtung schwer, denn mein Vater und die nächsten Blutsverwandten wohnen alle in Westberlin. Dennoch habe ich die Verpflichtung unterschrieben.«

Eine Angestellte des Ministeriums der Finanzen wollte zu Beginn der Verpflichtung nicht unterschrieben. Am nächsten Tag äußerte die Kollegin: »Ich habe im Rundfunk die Verhandlungen vor dem Obersten Gericht gegen sieben Natospione30 gehört und habe erkannt, dass die Verpflichtung gerechtfertigt ist.«

In der Deutschen Notenbank Berlin, Abteilung Außenhandelsfinanzierung, tauchte die Frage auf, warum hat man nicht erst den Verkehr geregelt und dann die Anordnung erlassen, da DDR-Bewohner Schwierigkeiten mit den Zügen haben31 – vor allem die Angestellten.

Auch wird in der Deutschen Notenbank Berlin die Frage aufgeworfen, wieso nur einige diese Verpflichtung unterschreiben mussten.

Daraus ist zu ersehen, dass man es bei einigen Institutionen versäumt hat, die Mitarbeiter von der Richtigkeit dieser Maßnahme zu überzeugen. Man hat es sich sehr leicht gemacht, indem man zufrieden war, wenn die Unterschrift geleistet wurde.

  1. Zum nächsten Dokument Prozess gegen KgU-Agenten (I)

    22. Juni 1955
    Stimmung zum Prozess gegen fünf Agenten der KgU (I) [Information M 7/55]

  2. Zum vorherigen Dokument Zur Beurteilung der Situation in der DDR

    17. Juni 1955
    Informationsdienst Nr. 2459 zur Beurteilung der Situation in der DDR