Direkt zum Seiteninhalt springen

Zur Beurteilung der Situation in der DDR

3. August 1955
Informationsdienst Nr. 2472 zur Beurteilung der Situation in der DDR

Zur Lage in Industrie und Verkehr

Gegenüber der letzten Berichtsperiode sind die Diskussionen über den Ausgang der Genfer Konferenz1 etwas zurückgegangen. Die Äußerungen sind weiterhin überwiegend positiv und enthalten keine wesentlichen neuen Argumente.

In den vereinzelt bekannt gewordenen negativen Stellungnahmen zeigen sich ebenfalls keine wesentlich neuen Momente.

Neu tritt in Erscheinung, allerdings nur vereinzelt, dass aufgrund des positiven Ausgangs der Genfer Konferenz hinsichtlich der Entspannung der internationalen Lage, die KVP-Werbung2 hinfällig sei.

So sagte z. B. ein Jugendlicher aus dem Stickstoffwerk Piesteritz, [Bezirk] Halle: »Ich bin der Meinung, dass uns der gute Ausgang der Genfer Konferenz der Notwendigkeit der Aufstellung Nationaler Streitkräfte enthebt und wir keine KVP-Werbung mehr durchführen brauchen.«

Im Gaswerk Dessau, [Bezirk] Halle, werden unter den Jugendlichen Diskussionen geführt, dass man jetzt keine KVP-Werbung mehr durchführen sollte, das wäre der beste Beitrag zur Abrüstung.

Über andere politische aktuelle Fragen wird kaum gesprochen.

Mehr Interesse besteht für wirtschaftliche und betriebliche Belange. In diesem Zusammenhang kommt es auch immer wieder zu unzufriedenen bzw. negativen Äußerungen und Erscheinungen über die wirtschaftliche und politische Entwicklung in der DDR.

Am 27.7.1955 wurde von der Abteilung Absatz des VEB Starkstromanlagenbau VEM Magdeburg, anlässlich der Aufforderung zur Teilnahme an der Großkundgebung in Magdeburg,3 eine Resolution verfasst und an den FDGB-Bezirks-Vorstand – IG Metall übersandt.

Darin wurde Folgendes zum Ausdruck gebracht: »Die Interessen der kaufmännischen Angestellten werden seit 1945 fast gar nicht mehr vertreten. Dies zeigt sich bei den Gehältern und bei der Einstufung der Lebensmittelkarten.4 Von den Versprechen des Genosse W. Ulbricht,5 am Ende des ersten Fünfjahrplanes einen höheren Lebensstandard zu erreichen,6 ist nichts zu merken, sondern im Gegenteil, die Lage hat sich seit kurzer Zeit noch verschlechtert. Bei uns ist in der Abteilung die Stimmung so gesunken, dass sich die Kollegen für Demonstrationen, Versammlungen usw. überhaupt nicht mehr interessieren. Daran sollen sich diejenigen beteiligen, die schon jahrelang den Nutzen aus den gemeinsam erkämpften Errungenschaften ziehen.«

(Es handelt sich hierbei um 24 Angestellte, darunter fünf SED-Mitglieder).

In einer Unterhaltung einiger Bauarbeiter von der Baustelle »Altes Stadthaus Berlin« kam Folgendes zum Ausdruck: »Wir haben die Arbeit satt. Die Löhne gehen immer mehr runter. Bei schwerster Arbeit bekommt man nur die Stunde DM 1,52, da die Gehälter für die Verwaltungsangestellten mitverdient werden müssen. Die sollen hier ruhig so weitermachen, dann werden sie schon sehen wo es hinführt. Wenn immer geredet wird, dass Bauarbeiter gebraucht werden, da müsste sich dies auch in den Löhnen ausdrücken. Es ist besser, wenn man nach dem Westen geht. Wenn das nicht legal möglich ist, werden sich auch andere Wege finden. Es ist unverständlich, dass in unserer Zeitung geschrieben wird, dass die Westberliner Bauarbeiter für eine Lohnerhöhung von 2,07 DM auf 2,18 DM streiken,7 wo doch die Bauarbeiter bei uns viel weniger bekommen.«

Im Konsum-Kohlenhof8 Pritzwalk, [Bezirk] Potsdam, besteht unter den Arbeitern darüber Unzufriedenheit, dass jeden Sonntag Kohlentransporte eintreffen, die sofort zu entladen sind. Da sie an Werktagen durch Entladungen sowieso fast immer Überstunden machen bzw. nachts arbeiten müssen, verlangen sie, dass sie wenigstens sonntags frei haben.

Der Leiter des Konsum-Kohlenhofes sagte dazu: »Unter diesen Umständen bin ich nicht in der Lage, die vorhandenen Arbeitskräfte zu halten. Sie wollen, genau wie andere Menschen, einen Tag in der Woche, vor allem sonntags, bei ihren Familien sein.«

In diesem Jahr wurde im VEB Gubener Eisenwerk [Bezirk] Cottbus, eine Betriebsküche eingerichtet. Nun fehlt noch ein Speiseraum. Die Kollegen nehmen das Mittagessen in einer Gastwirtschaft ein, wo es vom Betrieb aus hingebracht wird. Der Bau eines Speiseraumes wurde bis jetzt vom zuständigen Ministerium nicht genehmigt. (Die Projektierung wurde mit 75 000 DM veranschlagt). Darüber hinaus sind die Kollegen des Betriebes sehr unzufrieden und sie verlangen, dass eine Delegation vonseiten der Betriebsleitung und der Arbeiterkontrolle nach Berlin zum zuständigen Ministerium fährt, um die Freigabe des Baues zu erwirken.

In der zentralen Gesenkschmiede der Werkzeug-Union Steinbach-Hallenberg, [Bezirk] Suhl, diskutieren die Kollegen negativ über die Materialbelieferung des Werkes. Durch den Materialmangel macht sich erforderlich, dass zum Teil Ausweichmaterialien genommen werden müssen. Dies bedingt eine Mehrarbeit und somit mehr Kosten. Die Kollegen äußern, dass man von ihnen verlangt, dass sie laufend Verbesserungsvorschläge zur Rationalisierung einreichen sollen, um die Selbstkosten der Produkte zu senken. Andererseits würden aber durch derartige Faktoren die hergestellten Waren teurer als vorgesehen.

So sagte z. B. ein Fallhammerschmied: »Ich kann es nicht verstehen, dass die Materialbelieferung im Laufe des letzten halben Jahres immer schlechter geworden ist. Man spricht von einer sich ständig steigenden Verbesserung und das Gegenteil ist festzustellen.«

Durch den Mangel an Messingblech im VEB IKA Sonneberg, [Bezirk] Suhl, sind zurzeit 250 Kollegen ohne Arbeit. Auf ein Schreiben an die HV Maschinenbau Berlin vom 15.7.1955 hat der Betrieb bis heute noch keine Antwort erhalten.

Bei einer öffentlichen Parteiversammlung des Werkes,9 wo ein Genosse vom ZK anwesend war und über die Genfer Konferenz sowie über den Besuch der sowjetischen Delegation gesprochen wurde, war Folgendes zu verzeichnen: Über dieses Thema wurde in der Diskussion gar nicht gesprochen, lediglich nur über die Mängel in der Versorgung. Nach der Versammlung erklärten einige: »Da war nun wieder einer von Berlin da und hat schön gesprochen, aber an der ganzen Lage bei uns ändert sich nichts.«

Im VEB Chlorodontwerk Dresden mangelt es an Menthol und Pfefferminzöl. Wenn diese Schwierigkeiten nicht behoben werden, ist der Betrieb gezwungen, die Fabrikation der Erzeugnisse, für die diese Rohstoffe benötigt werden, einzustellen. Das würde bedeuten, dass ca. 300 weibliche Arbeitskräfte entlassen werden müssten.

Vonseiten des DIA wurden dem VEB Buntweberei und Färberei Neugersdorf, [Bezirk] Dresden, 50 Automatwebstühle zugeteilt, die für einen Exportauftrag nach der Türkei bestimmt waren. Diese Webstühle wurden deshalb nicht von der Türkei abgenommen, weil sie vom VEB Webstuhlbau Neugersdorf mit einer Blattbereite von 105 und nicht wie bestellt mit 115 hergestellt wurden. Außerdem zeigte sich beim Aufstellen dieser Webstühle, dass die aufgeleimten Webblätter der Webladen teilweise losgeleimt und verzogen sind. Dies ist besonders zu beachten, weil der VEB Webstuhlbau zum größten Teil Exportaufträge fertigt.

Vom VEB (Z) Kühlhaus Görlitz wird mitgeteilt, dass seit Ende des Monats eine starke Verschlechterung der Spannungsverhältnisse zu verzeichnen ist.

Die Spannung die 380 Volt betragen müsste, sinkt in der Zeit von 7.00 bis 16.00 Uhr auf 340 Volt herab. Dadurch ist es nicht möglich, die elektrischen Maschinen, die zur Kühlung notwendig sind, einzustellen, da sonst die Motoren Schaden erleiden und ausfallen würden.

Von der Energieversorgung (Außenstelle) Görlitz wurde dem VEB Kühlhaus mitgeteilt, dass es aufgrund der angespannten Stromversorgung nicht möglich ist, die Spannung zu erhöhen. Dies hat zur Folge, dass eine Wertminderung der eingelagerten Kühlgüter eintritt, da in den einzelnen Räumen nicht mehr die erforderliche Temperatur herrscht.

Zurzeit sind 8 Mio. Eier stark gefährdet, da die Luftfeuchtigkeit, die nur 80 % betragen darf, bis auf 90 % ansteigt.

Im VEB Vieh- und Schlachthof Dresden musste in der Kesselanlage der Strahlenkessel, wo ein umfangreicher Schaden an den Verdampfungsrohren im Feuerraum festgestellt wurde, stillgelegt werden.

Eine Untersuchung ergab, dass die Saugzuganlage in ihrer Leistung nicht ausreichend ist.

Durch den Chefkonstrukteur vom Maschinen- und Dampfkesselbau Gera wurde bekannt, dass diese Saugzuganlage eine fehlerhafte Konstruktion vom VEB Dampferzeugnis Berlin sei.

Diese fehlerhaften Saugzüge wären bei ca. 40 Anlagen in der Republik eingebaut und man nun endlich im Ministerium für Schwermaschinenbau entscheiden müsse, wie man diese Angelegenheit in Ordnung bringt.

Durch den Ausfall des Kessels ergeben sich im Vieh- und Schlachthof Dresden große Schwierigkeiten in der Planerfüllung.

Fragen der Intelligenz

Weiterhin zeigt sich in den Reihen der technischen Intelligenz verstärkt die Tendenz der Republikflucht. So ist z. B. in der Farbenfabrik Wolfen durch den Abgang verschiedener Spezialisten der Intelligenz eine schwierige Situation eingetreten. Durch die Republikflucht des letzten Spezialisten in der Lackfabrik muss betont werden, dass bei weiteren Abgängen von Intelligenzlern die Situation eintreten kann, dass verschiedene Betriebe eingestellt werden müssen, denn es ist jetzt schon zu verzeichnen, dass ein Betriebsleiter schon mehrere Betriebe betreut. In Kreisen der Intelligenz werden darüber Diskussionen geführt wie z. B.: »Es wird nicht mehr lange dauern, dann sind wir ein Werk ohne leitende Kräfte, das nur noch von Meistern geführt wird. Letzen Endes wird aus den bedeutenden und weltbekannten Betrieben Farbenfabrik Wolfen eine Klitsche, die aufgrund ihrer Produktionsergebnisse jede Bedeutung verliert.«

Des Weiteren ist dazu zu bemerken, dass die Stimmung unter der Intelligenz des Werkes so sei, dass durchaus noch mehrere Republikfluchten eintreten können. Die BPO forderte deshalb Aussprachen mit der Intelligenz durch Mitglieder des ZK, was bisher noch nicht getan wurde.

Zu dem Problem der Republikflucht im Allgemeinen äußerte ein Physiker aus dem Buna-Werk gegenüber einem Genossen: »Haben sie sich denn noch nie darüber Gedanken gemacht, warum täglich ca. 500 Menschen die DDR verlassen? Was ist es schon, wenn im Monat ein paar Tausend nach hier kommen, denn die da kommen, sind noch lange nicht die Besten. Stellen sie sich vor, am Anfang des Fünf-Jahresplanes hat man uns gesagt, bis 1955 werden wir einen Lebensstandard erreichen wie nie zuvor. Mit dem, was wir bis jetzt sehen, ist es gar nicht möglich. Streitkräfte und eine Schwerindustrie sind Dinge, die wir brauchen, aber alles zusammen schaffen wir nicht. Also war das Versprechen falsch.«

Im VEB Energieversorgung Magdeburg setzte sich ein Ingenieur; im »Otto Buchwitz-Werk« Dresden10 zwei Jung-Ingenieure (wahrscheinlich Stellenangebote angenommen); im VEB Maschinenfabrik Meuselwitz/Leipzig ein Jung-Ingenieur; der Betriebsleiter der Altenburger Spielkartenfabrik – VEB11 Fabian12 (befindet sich jetzt in Bielefeld bei der ehemaligen Tochter-Firma des genannten Betriebes, wo sein Bruder als Betriebsleiter tätig ist) und der Chefkonstrukteur des VEB Planeta-Werk II Coswig/Dresden, nach dem Westen ab.

Produktionsstörungen

Am 28.7.1955, gegen 13.00 Uhr, schlug in das Transformatorenhaus des Braunkohlenwerkes Deutzen, [Bezirk] Leipzig, ein Blitz ein. Dadurch wurde ein wichtiges Kabel durchgeschlagen.

Außer der Schwelerei mussten in Deutzen alle Betriebsteile, im VEB Trähna13 der gesamte Abraumbetrieb und der Tagebau Schleenhain und VEB Regis14 wegen Strommangel außer Betrieb genommen werden. Produktionsausfall: Deutzen 10 000 cbm Abraum, 3 000 t Rohkohle, 4 t Brikett. Trähna 5 000 cbm Abraum, 650 t Rohkohle und Regis 4 000 cbm Abraum und 600 t Rohkohle.

Im VEB Grube Rositz, [Bezirk] Leipzig, – Tagebau Ruppersdorf – fielen beim Kippen drei Wagen in den Graben. Ursache: Kipphaken ausgebogen. Ausfall: 4 500 cbm Abraum.

Im Braunkohlenwerk Neumark, [Kreis] Merseburg, [Bezirk] Halle, entgleiste die E-Lok 229. Die Ursachen waren, verfaulte Schwellen, wodurch zwei Schienenlängen gekandert15 sind und die Strecke vor Ort nicht befahrbar ist. Sachschaden und Produktionsausfall noch nicht bekannt.

In der Nacht zum 28.7.1955 fiel im Braunkohlenwerk Deuben, [Bezirk] Halle, der Bagger 3 des Abraumes Birkau vier Stunden aus. Produktionsausfall: 7 000 cbm Abraum.

Durch die eigenhändige Verstellung einer Weiche durch den E-Lokführer entgleiste ein Großraumwagen am Stellwerk IV im Mittelbetrieb des Tagebaues I des Braunkohlenwerkes Nachterstedt, [Bezirk] Halle. Produktionsausfall: 3 000 cbm Abraum.

Durch den Ausfall der Maschine III des Kraftwerkes Großkayna, [Bezirk] Halle, kamen die anderen Maschinen des Betriebes ebenfalls zum Stillstand. Dadurch war das Stahlwerk Frankleben und der gesamte Braunkohlenbetrieb Beuna16 ca. 40 Minuten ohne Strom. Produktionsausfall noch nicht bekannt.

Am 30.7.1955, gegen 21.30 Uhr, brach im Zeiss Jena Hauptwerk in einem Saal des 5. Stockwerkes, in welchem sich vier technische Abteilungen befinden, ein Großbrand aus. Ursache: Ein Abteilungs-Leiter (Normenbüro) hatte einen elektrischen Kocher brennen lassen, welcher der Ausgangspunkt des Brandes wurde. Schaden: ca. 400 000 DM.

Zu bemerken ist noch, dass am gleichen Tage, gegen 18.00 Uhr, eine Brandlegung an sechs verschiedenen Stellen in dem Kindergarten des Rates der Stadt im Schottviertel festgestellt wurde.

Des Weiteren wurde hier eine Scheibe durch einen Pistolenschuss durchschossen.

Am 27.7.1955 wurde durch bisher unbekannte Täter auf dem Dachboden der Stadtmühle Freiberg, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt (Genossenschaftliches Eigentum) ein Feuer gelegt. Durch sofortiges Melden konnte der Brand, welcher sich noch im Anfangsstadium befand, eingedämmt werden. Auf den Lagerböden der Stadtmühle befanden sich 255 707 kg Weizen und Roggen.17

In den Morgenstunden des 27.7.1955, gegen 1.30 Uhr, wurde das Manometer von der Ölzuleitung des Betriebes der Mühle III in der Rennanlage des VEB Maxhütte18 von unbekannten Tätern abgeschraubt, sodass das gesamte Öl, 100 Liter, ausliefen.

Versorgung der Bevölkerung

In der Versorgung der Bevölkerung ist keine wesentliche Änderung eingetreten.

Es mangelt immer noch an Kartoffeln, Obst, Nährmitteln, HO-Margarine19, Süßwaren, Marmelade, billigen Zigaretten usw.

Die Versorgung mit Frühkartoffeln ist nach wie vor als Schwerpunkt zu betrachten.

In den Bezirken Potsdam und Neubrandenburg macht sich örtlich ein Mangel an HO-Milch bemerkbar.

Von den Hausfrauen werden folgende Diskussionen geführt: »Die Zeitungen stehen voll, dass die Kühe heute schon eine Leistung von 4 000 Liter und darüber hinaus geben.20 Wo bleibt das alles, wo ist es schon einmal gewesen, dass man in dieser Jahreszeit keine Milch erhalten hat.«

Die negativen Diskussionen über die Versorgung nehmen immer größeren Raum ein. Die Bevölkerung kann nicht verstehen, dass die Versorgung immer schlechter anstatt besser wird.

Es wird gefragt, wo der versprochene Lebensstandard von 1955 bleibt.

In vielen Diskussionen wird immer wieder der Lebensstandard der DDR dem Westdeutschland gegenübergestellt und erklärt, dass man in Westdeutschland besser lebt, denn in der DDR fehlen ja schon die notwendigen Sachen wie Kartoffeln, Nährmittel, Marmelade usw.

Im Kreis Bad Freienwalde, [Bezirk] Frankfurt/Oder, ist zu verzeichnen, dass sich die Bevölkerung der Randgebiete Kartoffeln aus Westberlin holt.

In vielen Diskussionen wird erklärt, dass nicht so viel Propaganda mit den Kinderferienlagern getrieben werden sollte, indem dort alles hin geliefert wird, denn die Massen wären doch wichtiger.

Zum Beispiel haben sich einige Bürger aus Woltersdorf, [Kreis] Fürstenwalde, [Bezirk] Frankfurt/Oder, geäußert, dass sie sich direkt an den Präsidenten der DDR oder an das ZK der SED in der Frage der Kartoffelversorgung wenden wollen.

Unter den Arbeitern des Kreisbauhofes in Seelow, [Bezirk] Frankfurt/Oder, werden Diskussionen geführt, dass sie, wenn nicht bald genügend Margarine in den Geschäften zu haben ist, nicht mehr zur Arbeit erscheinen.

Von der Molkerei Heinrichsthal, [Bezirk] Dresden, wurden am 18.7.1955 zwei Tonnen Butter in das Zentrallager geliefert. Das Herstellungsdatum der Butter ist der 16. und 17.7.1955. Die ersten Beanstandungen kamen bereits am 20.7.1955 durch die Bevölkerung. Die Lagerung der Butter erfolgte nach den Richtlinien. Als Ursache des schnellen Verderbens der Butter wird der hohe Wassergehalt angenommen. Üblich ist der Wasserprozentsatz 20 %. Untersuchungen ergaben, dass der Wasserprozentsatz der verdorbenen Butter 24 % bis 25 % ist.

Im Kreis-Gebiet Dessau ist zu verzeichnen, dass an Schlachtfetten ein Überplanbestand von 100 t besteht. Der Kreis Dessau ist nicht in der Lage, diese Mengen längere Zeit zu lagern, da es an den notwendigen Kühlanlagen fehlt.

Im Kreis Schmalkalden, [Bezirk] Suhl, erhalten die Gaststätten nur 4,5%iges Bier durch die VEB Brauerei Arnstadt, [Bezirk] Suhl. Von einem großen Teil der Kumpel des Eisenmanganerzbergwerkes wird darüber negativ diskutiert. Sie sagen, dass sie nach getaner Arbeit noch nicht einmal ein ordentliches Glas Bier zu kaufen bekommen.

Die Lage in der Landwirtschaft

Das Hauptinteresse der Landbevölkerung gilt der Einbringung der Ernte.

Die Diskussionen über das Ergebnis der Genfer Konferenz haben in den letzten Tagen sehr nachgelassen, sind in ihrer Mehrheit aber positiv.

Unter der Landbevölkerung im sozialistischen Sektor beginnt sich die Erkenntnis zu entwickeln, dass es notwendig ist, noch stärker als bisher um die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes zu kämpfen.

Zum Beispiel erklärte ein werktätiger Bauer [aus] Hindfeld, [Kreis] Meiningen, [Bezirk] Suhl: »Man sieht, dass sich die Genossen einig wurden und Verhandlungen durchführen. Warum kann es bei uns in Deutschland nicht auch möglich sein. Es ist jetzt unsere Aufgabe noch stärker als bisher um die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes zu kämpfen.«

Die negativen Diskussionen haben sich in den letzten Tagen nicht verstärkt. Es tauchen immer noch die gleichen Argumente wie schon berichtet auf. Neu ist jedoch, dass sich vereinzelt eine Unterschätzung der Kriegsgefahr bemerkbar macht. Dies kommt hauptsächlich in der Werbung für die KVP zum Ausdruck, indem erklärt wird, dass durch die Entspannung der internationalen Lage unsere KVP nicht mehr verstärkt werden braucht.

Zum Beispiel ein werktätiger Bauer aus Reetzerhütten,21 [Bezirk] Potsdam: »Die Genfer Konferenz hat gezeigt, dass keiner der vier anwesenden Großmächte den Krieg will. Wir sollten deshalb mit der Werbung für die KVP aufhören, da die Arbeitskräfte in der Landwirtschaft dringend gebraucht werden.«

In der Landwirtschaft nehmen die Diskussionen über wirtschaftliche Probleme den größten Raum ein. Hier werden vorwiegend über den Ersatzteilmangel, über die schlechte Qualität der Mähdrescher aus dem VEB Mähdrescherwerk Weimar und über die schlechte Futtergrundlage für das Vieh diskutiert sowie über die verlustlose Einbringung der Ernte.

Über die schlechte Qualität der Mähdrescher aus Weimar wurde schon im vorigen Bericht ausführlich berichtet.22 Zu bemerken ist aber noch, dass lieber ein paar Mähdrescher weniger hergestellt werden, dafür aber besseres Material verwandt werden sollte, denn diese Mähdrescher machen die MTS vertragsbrüchig. Diesen Mähdreschern aus Weimar werden die aus der SU gegenübergestellt und erklärt, dass diese viel leistungsfähiger und stabiler sind.

Von vielen MTS wird jetzt auch während der Ernte über Ersatzteilmangel geklagt. Hauptsächlich mangelt es in den MTS an Reifen für Traktoren Typ »Pionier«.23 Oft müssen die Traktoren stillstehen, weil keine Reifen zu bekommen sind.

In nachfolgenden MTS müssen z. B. Traktoren wegen Reifenmangel ausfallen:

  • MTS Voigtberg, [Kreis] Brand-Erbisdorf, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt – zwei Traktoren,

  • MTS Lengsfeld, [Kreis] Bad Salzungen, [Bezirk] Suhl – zehn Traktoren,

  • MTS Obermaßfeld,24 [Kreis] Meiningen, [Bezirk] Suhl – zwei Traktoren,

  • MTS Westenfeld, [Kreis] Meiningen, [Bezirk] Suhl – demnächst einige Anhänger,

  • MTS Langenwiesen , [Kreis] Ilmenau, [Bezirk] Suhl – mehrere Traktoren.

Im Bezirk Frankfurt/Oder stehen zurzeit 36 Traktoren vom Typ »Aktivist«25 still, weil für diese Traktoren die Hauptantriebswelle und das Antriebskegelrad fehlen. Der Lieferbetrieb, das Schlepperwerk Brandenburg, kann diese Teile wegen Produktionsschwierigkeiten nicht gleich liefern. Das Werk selbst hat keinen Vorrat auf Lager.

In den Bezirken Magdeburg und Suhl macht sich örtlich ein Mangel an Futtermittel für das Vieh bemerkbar. Zum Beispiel bestehen im VEG Derenburg, [Kreis] Wernigerode, [Bezirk] Magdeburg, Schwierigkeiten in der Futterversorgung für die Schweinemastanstalt. Dort sind zurzeit rund 4 500 Tiere.

Von der VVG Magdeburg wurden außer Getreide- und Eiweißfuttermittel 12 000 dz Futterkartoffeln versprochen, geliefert wurden bisher ca. 300 dz. Durch das Fehlen der Kartoffeln wurden mehr Getreidefuttermittel verbraucht, sodass die betrieblichen Reserven jetzt restlos aufgebraucht sind.

Im Kreis Ilmenau, [Bezirk] Suhl, bestehen bei dem Absatz von Schweinen Schwierigkeiten. Laut Plan hat die LPG Heyda 17 und die LPG Herzberg 15 Schweine vom volkseigenen Handelskontor abzunehmen. Die Vorstände dieser LPG erklären, dass sie Schweine nicht abnehmen können, da sie keine Futtergrundlage haben. Im Handelskontor sind noch 70 Schweine, die nicht abgesetzt werden können.

In der Hühnerfarm der LPG Zehren, [Kreis] Meißen, [Bezirk] Dresden, ist in letzter Zeit ein seuchenhaftes Absterben der Hühner zu verzeichnen. In den letzten drei Wochen verendeten von 500 aus der Brutanstalt kommenden Küken 300 Stück. Die Art der Krankheit konnte noch nicht festgestellt werden.

In der Gemeinde Schiepzig, Saalkreis, [Bezirk] Halle, mussten am 30.7.1955, um 20.00 Uhr, in der LPG »Edwin Hoernle«26 von 85 Rindern 19 notgeschlachtet werden. Vier sind verendet. Die vorläufigen Untersuchungen im Schlachthof Halle durch drei Tierärzte ergaben, dass es sich um eine Vergiftung mit schnellwirkendem Gift handelt. Man vermutet, dass es eine Salpeter- oder Arsenvergiftung sein könnte. Die Untersuchungen der Lungen und Herzen der Tiere auf dem Schlachthof ergaben, dass sie bis ins Kleinste zersetzt waren.

Am 30.7.1955 wurde auf einem Getreidefeld, in der Nähe der Gemeinde Pfaffendorf, [Kreis] Beeskow, [Bezirk] Frankfurt/Oder, eine Trommel (ähnlich einer Kabeltrommel) von einem Traktoristen gefunden. Schichtweise waren darauf Hetzschriften in polnischer Sprache gelagert.

Besondere Ereignisse

Bei einigen Kreisen des Bezirkes Magdeburg kam es aufgrund von Unwetter am 29. und 30.7.1955 zu folgenden Schäden:

Über den südwestlichen Teil der Gemeinde Uhrsleben,27 [Kreis] Haldensleben, trat eine Windhose auf. An 25 Gebäuden entstanden Schäden in Höhe von ca. DM 50 000. (Es wurden zum größten Teil die Dächer abgedeckt und eine Scheune wurde völlig zerstört.)

In Beendorf, [Kreis] Haldensleben, steht das Unterdorf unter Wasser. Von der LPG des Ortes kamen ca. 30 Ferkel um.

Im Kreis Oschersleben mussten in der LPG Harpke die Viehställe geräumt werden.

Im Kraftwerk Harpke kann nicht voll gefahren werden. Im Tagebau, unmittelbar an der D-Linie,28 stehen einige Stollen unter Wasser.

Im Kreis Halberstadt war in ca. drei Stunden ein Niederschlag von 75 mm starken Hegelschlag zu verzeichnen.

In den Orten Halberstadt, Osterwieck, Niendorf sowie Quenstedt kam es zu Überschwemmungen. Dadurch entstand beim kommunalen Großhandel ein Schaden von ca. DM 5 000.

Im Bahnhof Nienhagen musste der Zugverkehr unterbrochen werden und konnte erst am Morgen des 30.7.1955 wieder aufgenommen werden. Die elektrischen Anlagen fielen aus.

In Altenweddingen, [Kreis] Wanzleben, mussten infolge Überflutens der Wassergräben Teile der LPG, des VEG und einige Wohnhäuser geräumt werden.

Bei Ilsenburg, [Kreis] Staßfurt, wurde der Deich der Bode in einer Breite von 200 Meter überflutet.

Im Notbergbau Hötensleben, [Kreis] Oschersleben, entstand ein Dammbruch in einer Breite von etwa 15 Meter. Die Wassermassen strömten in den westlichen Teil der Grube (Westdeutschland) ein. Nach Absprache zwischen den beiden Betriebsleitungen arbeiteten insgesamt 500 Arbeiter gemeinsam am Abdichten der Bruchstelle. Dadurch ist die Gefahr behoben.

In Oschersleben hat die Bode den Höchststand erreicht. Das Wasser steht 20 cm höher als beim letzten Hochwasser.29 Sicherungsmaßnahmen sind eingeleitet.

Durch die starken Regenfälle besteht im gesamten Harzgebiet Überschwemmungsgefahr.

In den Morgenstunden des 30.7.1955 ging in Thale, [Kreis] Quedlinburg, [Bezirk] Halle, ein wolkenbruchartiger Regen nieder. Fast die gesamte Unterstadt von Thale stand in Höhe von 60 cm unter Wasser. Verschiedene Lebensmittelgeschäfte mussten geräumt werden. Der Zugverkehr konnte nur auf dem Güterbahnhof aufrechterhalten werden.

Aufgrund von Hochwasser konnte am Morgen des 1.8.1955, bis 15.40 Uhr, im gesamten Colloxylinum-Betrieb30 des VEB Eilenburger Celluloid-Werk [Bezirk] Leipzig, die Arbeit nicht aufgenommen werden. Der Produktionsausfall pro Schicht beträgt 6,5 t Colloxylinum.

Im Bezirk Karl-Marx-Stadt führt die Zwickauer Mulde Hochwasser zwischen den Meldestufen 2 und 3. Die Flüsse Zschopau, Flöha und Chemnitz haben schwankende Wasserführung im Bereich der Meldegrenze 1. Der Wasserspiegel der Freiberger Mulde steigt und wird die Alarmstufe 1 erreichen. Fortdauernde Niederschläge lassen weiteres Ansteigen der Wasserspiegel der Flüsse erwarten.

Einschätzung der Situation

Die Gespräche über die Genfer Konferenz haben, besonders auf dem Lande, nachgelassen. Sie sind weiterhin in der Mehrheit positiv und enthalten keine wesentlich neuen Argumente.

Aufgrund der beginnenden Entspannung der internationalen Lage macht sich jetzt, zwar erst vereinzelt, in vielen Bezirken eine Unterschätzung der Kriegsgefahr bemerkbar.

Dies zeigt sich hauptsächlich bei der KVP-Werbung, die jetzt »nicht mehr notwendig« sei. Teilweise ist dies auch das Ergebnis einer vom Gegner geförderten Stimmung.

Sonst zeigen sich keine wesentlichen Veränderungen in der Stimmung zur Genfer Konferenz gegenüber der vorhergehenden Berichtszeit.

Wirtschaftliche Fragen treten jetzt mehr in den Vordergrund. Dabei nimmt die Unzufriedenheit über die ungenügende Versorgung der Bevölkerung wieder zu.

Anlage 1 vom 3. August 1955 zum Informationsdienst Nr. 2472

Auswertung der Westsender

Sender »Freies Berlin«31 brachte einen Kommentar von Ernst Scharnowski,32 der Verleumdungen gegen unsere Partei-Funktionäre enthält. Darin werden die Funktionäre unserer Partei beschuldigt, vor und nach der Genfer Konferenz den Umgang mit Personen zu suchen, die negativ gegenüber unserer Entwicklung eingestellt sind, was ihnen zur Rückversicherung dienen soll. Dabei spricht man davon, dass große Enttäuschung über die Genfer Konferenz unter den Mitgliedern der SED herrscht.

In diesem Zusammenhang fordert Scharnowski die Bevölkerung, besonders in den Betrieben, zum Widerstand auf. Wörtlich heißt es:

»Die Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone ist klug und hellhörig geworden. Sie steckt den Kopf nicht in den Sand, ist auch nicht verzweifelt, sondern sie fühlt, dass für sie auch der Faktor Zeit zu arbeiten beginnt, besonders wenn die freien Kräfte der Welt weiterhin gewillt sind, so zusammenzuhalten wie in Genf. Die Besucher aus der sowjetischen Besatzungszone sagen immer wieder, dass sich die Wiedervereinigung nicht mehr aufhalten lässt, das rechtfertigt die Annahme, dass die immer härter werdende Geduld und der Widerstand unserer Brüder und Schwestern in der Ostzone sich lohnen wird. Das erfordert andererseits eine stärkere Aktivität der echten Gewerkschafter in der sowjetischen Besatzungszone. Hier gibt es Möglichkeiten der Gegenwirkung für die Betriebsgewerkschaftsleitungen und diese müssen genutzt werden.«

Die Anweisung für die Angestellten der Ministerien und sonstigen Verwaltungen, die Westsektoren in Berlin nicht aufzusuchen oder zu durchfahren, nimmt RIAS33 zum Anlass, eine wüste Hetze gegen die SED vom Stapel zu lassen, wobei man sich des Argumentes bedient, »die SED sei an einer Verständigung zwischen Ost und West nicht interessiert bzw. sabotiert dies sogar«.34

Weiter heißt es wörtlich: »Westberliner wollen nach Müggelsee, Ostberliner nach Wannsee. Ostberliner haben ihre Freunde und Verwandte in Westberlin, Westberliner in Ostberlin. Hier wären Gelegenheiten genug wahrzunehmen, ohne einen Finger zu rühren, wahrzunehmen nur dadurch, dass man nichts tut.«

Damit soll erreicht werden, die Angestellten usw. gegen die Sicherungsmaßnahmen unserer Regierung und Partei aufzuhetzen und die Meinung zu erzeugen, »der SED liegt nichts an der Einheit Deutschlands«.

In einer Sendung des RIAS »Jugend spricht zur Jugend«35 gibt RIAS »Hinweise« an Studenten, falls sie »Unterstützung« brauchen, sollen sie sich an das »Kuratorium unteilbares Deutschland«36 in Hamburg, Detmold, Stuttgart, Frankfurt oder Nürnberg wenden.

Anlage 2 vom 2. August 1955 zum Informationsdienst Nr. 2472

Organisierte Feindtätigkeit

In der Zeit vom 29.7. bis 1.8.1955 wurden folgende Flugblätter sichergestellt:

SPD:37

  • Karl-Marx-Stad: 226;

  • Halle: Kreis Wittenberg 3 999, Kreis Bitterfeld 4 850, Kreis Köthen 34;

  • Dresden 28.

ZOPE:38

  • Karl-Marx-Stadt: Kreis Zwickau 4 999, Kreis Plauen 172;

  • Potsdam mehrere.

NTS:39

  • Potsdam: Kreis Brandenburg 125, Kreis Belzig 3 000, Kreis Rathenow 15;

  • Halle: Kreis Köthen 3 000;

  • Dresden 12.

KgU:40

  • Potsdam: Kreis Brandenburg 37;

  • Gera: Kreis Lobenstein 3 000, Kreis Schleiz 900.

Unbekannter Herkunft:

  • Potsdam 6 000;

  • Cottbus 12 000.

»Der Tag«41:

  • Leipzig: Kreis Torgau 4 000;

  • Potsdam: Kreis Belzig 500.

»Freie Junge Welt«42:

  • Potsdam 66.

In polnischer Sprache:

  • Cottbus 122.

In tschechischer Sprache:

  • Dresden: Kreis Zittau 1 500.

In der Nacht vom 27.7. zum 28.7.1955 drangen unbekannte Personen in das Schützenhaus (Wasserregulierung) in Reitzenhainer Wald, Abt. 13, Kreis Marienberg, [Bezirk] Karl-Marx-Stadt, ein. Die Personen drehten den Hauptstutzen zu, sodass kein Wasser in die Hauptbehälter fließen konnte. Durch diese Handlungsweise sollte erreicht werden, dass die Bevölkerung im Kreis Marienberg ohne Trinkwasser ist.

Ein Fuhrunternehmer aus Görlitz verbreitete in der Mitropa-Gaststätte in Görlitz, [Bezirk] Dresden, das Gerücht, dass Walter Ulbricht43 von seiner Funktion abgelöst sei und Hermann Matern44 jetzt diese Funktion ausführe.

  1. Zum nächsten Dokument Zur Beurteilung der Situation in der DDR

    5. August 1955
    Informationsdienst Nr. 2473 zur Beurteilung der Situation in der DDR

  2. Zum vorherigen Dokument Zur Beurteilung der Situation in der DDR

    30. Juli 1955
    Informationsdienst Nr. 2471 zur Beurteilung der Situation in der DDR